Arbeitsspielereien

Verfasst von Sascha

Thema: Gaming

Wer hat es nicht schon getan, oder zumindest mit dem Gedanken gespielt? Ein kleines Spielchen auf der Arbyte so zwischendurch, befreit den Geist von seinem Nebel und schafft sogar neue Motivation für seine eigentliche Aufgaben. Die Verlockung ist geradezu unbarmherzig groß wenn man in seinem Job auch noch hauptsächlich vor einem Computer sitzt, am Schlimmsten noch mit uneingeschränktem Internet Zugang und einem Arbeitsplatz mit dem Rücken zur Wand…

Warum kann man eigentlich nicht das entspannende und lässige Zocken mit dem pflichtbewussten Erfüllen der Aufgaben die einem sein Arbytegeber überträgt verbinden? Sollte eine Firma nicht daran interessiert sein ihre Mitarbeiter ausreichend zu motivieren? Gibt es denn keine Möglichkeit in einem Betrieb das befriedigende Erlebnis des Zockens zum “guten” (=die Arbyte) zuzuwenden?

Genau das dachte sich das amerikanische Unternehmen Seriosity, mit den beiden Firmengründern Leighton Read und Byron Reeves, die sogar das wissenschaftliche angewandte Prinzip das hinter der Idee ihrer Firma in einem Buch mit dem Titel “Total Engagement“  veröffentlichten.

Mit Ihrem ersten Produkt, Attent, macht sich das Unternehmen die selben Glücks- und Befriedigungsgefühle zu Nutze die auch zum Beispiel in MMO‘s wie World of Warcraft zum tragen kommen wenn der Spieler ein Achievement erspielt hat. Und wieder ein paar Punkte mehr für das virtuelle Spielerpunkte Konto, wieder etwas mehr erreicht. Wieder etwas mehr Anerkennung für sich und/oder das Team und sogar jeder nicht direkt involvierte erhält davon Kenntniss.

Mit Attent versucht Seriosity die Informationsflut die auf einen Angestellten täglich einprasselt so gut es geht zu kanalisieren und auf das Wichtigste zu reduzieren bzw. zu filtern. Dies geschiet über eine virtuelle Währung, die kurzerhand Serios genannt wurde. Mit Hilfe dieser Währung kann man seinen Email’s eine gewisse Gewichtung verpassen. Umso wichtiger es für einen selbst ist das die Mitteilung auch gelesen wird, umso mehr Serios wird man dafür aufwenden wollen. Die Mitteilungsempfänger können eben diese dann in Ihrem Email Clienten nach angehängten Serio’s sortieren und somit auf einen Blick die wichtigsten Nachrichten erkennen.

Jeder Teilnehmer erhält zudem ein online abrufbares Profil, also einen Avatar, mit Hilfe dessen unter anderem auch detaillierte Analysen des eigenen Nutzungsverhalten getätigt werden können, sowie einer Übersicht über bereits verdiente Badges, also Abzeichen. Des Weiteren ermöglicht dieses Auswertungstool das Erkennen der eigenen anhand der Nutzung von Serios gebildeten sozialen Netzwerke innerhalb und sogar ausserhalb der Firma. Nach und nach sollen die Mitarbeiter erkennen das diese Währung von echtem Mehrwert sein kann und nach eigenem gut dünken verwenden. So könnten z.B. knappe Unternehmensressourcen wie Laborequipment mit Hilfe der Serios versteigert werden oder ähnliches. Darüber hinaus gibt diese Währung ein direktes Feedback, sei es nun Lob oder Kritik, was letzten Endes dazu führen kann, das sich die Angestellten motivierter ans Werk machen und besser zusammem kommunzieren und kollaborieren.

Ich gebe zu das alles klingt etwas weit hergeholt und man stellt sich die Frage ob solch eine Methode einem Unternehmen einen tatsächlichen Mehrwert bringt. Wenn man aber bedenkt, das immer mehr Gamer in die Arbeitswelt einsteigen die eine andere Vorstellung von Herausforderung, Risiko, Authorität und Zusammenarbeit haben, könnte diese Verschmelzung von Gaming und Arbyte doch großen Anklang finden.

Mit nerdigem Gruss,

Sascha

Quellen:

The ZukunftBusiness Idea Of The Week: Make Work More Like Games

Seriosity, Inc.

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2 Kommentare für diesen Beitrag Geb Deinen Senf ab!

  1. jens sagt:

    Er ist am Bloggen wie ein Großer!

  2. Role sagt:

    Ich hoffe, dass du das nicht während der Arbeit geschrieben hast…mein lieber Freund! Kranker Gruß.

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